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Die Wirtschaftskrise wird mehr und mehr politisch

29.03.2009,

Die Weltwirtschaftskrise wird mehr und mehr politisch. Was angefangen hat, als Nachricht über Banken in Not, als Verfall von Tagesgeldzinssätzen und Managern in der Kritik, ist mittlerweile Ausgangspunkt von Machtpolitik, gewitterten und verpaßten Chancen, Einflußmehrung und wandelnden Herrscherverhältnissen. Mit dem Aufrüsten Rußlands und Chinas nimmt die Wirtschaftskrise mittlerweile nun auch millitärische Dimensionen an. 

Hauptakteure im Machtkampf sind die USA und China, erstere als verwundeter Herrscher, letztere als aufstrebende Supermacht. Die Wirtschaftskrise als Auslöser für die Umwälzung der globalen Führungsverhältnisse und als Motor dr Abschaffung der Weltmacht USA? Wer hätte dies im Oktober 2008 gedacht. 

Doch ist es wirklich so einfach? China ist bereits verwundet. Seltsam belastet ist das Land, mit der wachsenden Unzufriedenheit seiner Bevölkerung, den ständigen Unruhen, der wachsenden Arbeitslosigkeit, Tibet, einer kommunistisch-kapitalistischen Partei die keine Meinungsfreiheit duldet und seinem eigenen Monster Wirtschaftswachstum, von dem keiner sagen kann, wie es sich entwickelt. Fest steht: Trotz all dem Wettern braucht China die USA, eine gesunde USA. Es braucht sie als Absatzmarkt für die eigene Produktion und zwar dringend: Wer sonst sollte China den amerikansichen Markt mit zehn Trillionen Dollar Handelswert pro Jahr ersetzen?

 

Quelle: Welt-online



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